Zahnersatz

Moderne Zahnersatzmethoden für ein unbeschwertes Lächeln

Sie kauen und lachen, beißen und repräsentieren – 32 Zähne hat ein gesunder Erwachsener. In Folge von Unfällen, Krankheiten oder altersbedingt kann es jedoch passieren, dass einer oder mehrere verloren gehen und ersetzt werden müssen. Schließlich ist ein unvollständiges Gebiss nicht nur ästhetisch unvorteilhaft, es mindert ebenso die Lebensqualität allgemein. Glücklicherweise ist die moderne Zahnmedizin in der Lage, fehlende Zähne zu ersetzen. Je nach Schwere und Art des Verlustes sowie den persönlichen Wünschen des Patienten kommen dafür verschiedene Methoden wie Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen in Betracht.

Moderne Zahnersatzmethoden für ein unbeschwertes Lächeln

Welche Arten gibt es?

Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen einem festsitzenden, herausnehmbaren und kombinierten Ersatz für verlorene Zähne. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich im Preis und ebenso in der Anwendbarkeit.

Die künstliche Krone ist die wohl bekannteste Form für Zahnersatzmaßnahmen. Dabei wird ein geeignetes Material auf den erhaltenen Stumpf aufgesetzt. In der Form wird es optisch und funktional dem verlorenen Zahn angepasst, sodass Lächeln und Kauen wieder problemlos möglich sind. Während früher vor allem das Edelmetall Gold für Kronen verwendet wurde, wird heute üblicherweise eine keramische Verbindung genutzt. Diese ist nicht nur günstig, sie entspricht in ihrem Aussehen auch am besten dem natürlichen Zahnschmelz. Dafür kann der Zahnarzt das Material individuell färben. Ein gelungenes Ergebnis ist damit kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden.

Wenn mehrere benachbarte Zähne ersetzt werden müssen, wird eine Brücke verwendet. Diese besteht aus mehreren miteinander verbundenen Kronen. Der Vorteil ist, dass vollständig fehlende Zähne damit überbrückt werden können. Trotzdem bleibt das Beißgefühl fast natürlich erhalten. Brücken werden aus ähnlichen Materialien wie Kronen gefertigt. Beide Varianten gelten als langlebig und vergleichsweise günstig.

Wenn die Zahnwurzeln nicht mehr erhalten sind, faulen oder auf Grund ihrer Schiefstellung für eine Brücke nicht geeignet sind, ist ein Zahnimplantat unumgänglich. Dabei werden nicht nur die Zahnkronen ersetzt, sondern auch die Wurzeln. Dafür bringt der Zahnarzt spezielle Verankerungen, üblicherweise aus Titan, in den Kieferknochen ein. Wegen ihres festen Halts, der gewebefreundlichen Materialien und der hohen ästhetischen Wirkung sind Zahnimplantate bei Patienten sehr beliebt.

Wenn viele Zähne ersetzt werden müssen und die Knochensubstanz für die Verankerung von Implantaten nicht ausreichend ist, sind herausnehmbare Prothesen die beste Lösung für den Zahnersatz. Sie bestehen aus einer individuell angepassten Grundkonstruktion aus Metall mit einer aufgesetzten Kaufleiste. Die Anfertigungen sind robust und im Vergleich zu anderen Lösungen kostengünstig.

Welchen Umfang eine herausnehmbare Prothese im Einzelfall haben muss, entscheidet der behandelnde Zahnarzt. Grundsätzlich gilt, dass der Ersatz später vom Patienten selbst herausgenommen und wieder eingesetzt wird. Praktische Vorteile bringt das für die Reinigung, die außerhalb des Mundraums vorgenommen wird und mit speziellen Pflegemitteln hygienisch gelingt. Ein weiterer Vorteil der Prothesen ist, dass keine Kontraindikationen bekannt sind.

Wenn gesunde Zähne im Gebiss vorhanden sind, sollten diese nach Möglichkeit erhalten werden. Dazu eignen sich kombinierte Ersatzmaßnahmen für verlorene Zähne sehr gut. Bei diesen Varianten werden Teilprothesen oder Brücken mit den vorhandenen natürlichen Zähnen kombiniert. Entsprechend erhalten die Patienten teilweise festsitzende und teilweise herausnehmbare Ersatzelemente.

Ist eine Zahnzusatzversicherung hilfreich?

Wer die Kosten für eine Zahnersatzbehandlung weiter senken möchte, sollte frühzeitig eine geeignete Zusatzversicherung abschließen. Der Vorteil ist, dass dadurch der Eigenanteil an den Kosten weiter reduziert werden kann.

Entsprechende Zahnzusatzversicherungen werden von verschiedenen Dienstleistern angeboten. Dazu zählen die Krankenkassen ebenso wie private Versicherer. Zu beachten ist, dass je nach Tarif unterschiedliche Leistungen übernommen oder bezuschusst werden. Als Richtsatz gilt dabei, dass ein teurer Vertrag mehr bietet als ein günstiger. Wer eine Zusatzversicherung abschließen möchte, sollte jedoch unbedingt Tarife vergleichen und umfangreiche Informationen einholen. Wichtig sind zum Beispiel die Fragen: Welche Zahnersatz-Varianten werden bezuschusst? Welche Materialien dürfen eingesetzt werden? Ist die Reparatur von Prothesen inbegriffen?

Aus welchem Material bestehen die einzelnen Zahnersatz-Varianten?

Für den Einsatz als Zahnersatz-Material sind verschiedene Metalle, Kunststoffe und Keramiken geeignet. Grundsätzlich müssen sie fest, hart und bruchsicher sein, um einen natürlichen Zahn bestmöglich zu ersetzen. Weitere Anforderungen sind, dass sie gesundheitsverträglich sind und im Mund nicht korrodieren.

Gold erfüllt diese Voraussetzungen und wurde früher häufig, heute seltener für Kronen und Brücken verwendet. Um die nötige Härte zu erreichen, werden andere Metalle beigefügt, weshalb es sich bei Zahngold um Goldlegierungen handelt.

Ebenfalls metallisch ist Titan, das für Zahnimplantate verwendet wird. Es ist beständig und formbar und dient im medizinischen Einsatz als Ersatz für die Zahnwurzeln.

Für Kronen kommen heute in aller Regel Keramiken zum Einsatz. Diese lassen sich sehr gut modellieren und färben, sodass sie höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen. Ebenso erfüllen sie alle Voraussetzungen für einen beständigen und langlebigen Ersatz.

Kunststoffe finden im Bereich von Prothesen Verwendung, üblicherweise als Gaumenplatte. Der Kunststoff dient jedoch nicht als Gerüst und nicht als Kauleiste. Dafür werden Materialien wie Keramiken und Metalle kombiniert.

Aus welchem Material bestehen die einzelnen Zahnersatz-Varianten?

Fest, herausnehmbar oder kombiniert – Wann ist welche Zahnersatz-Art geeignet?

Festsitzende Zahnersatzvarianten bieten eine hohe Festigkeit und sind optisch sehr ansprechend. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie sich besonders natürlich anfühlen und das Kauen und Sprechen nicht beeinträchtigen. In bestimmten Berufen, beispielsweise für Sänger, Köche, Redner und Blasmusiker, sind festsitzende Lösungen unverzichtbar. Einzige Bedingung ist, dass die jeweiligen Ersatzelemente fest verankert werden können. Für Kronen wird dafür ein Zahnstumpf benötigt, für Brücken sind feste Nachbarzähne nötig und für Implantate ist ein belastbarer Kieferknochen Voraussetzung.

Herausnehmbare Prothesen sind das Mittel der Wahl, wenn alle oder viele natürliche Zähne verloren sind und ersetzt werden müssen. Hierbei ist zwischen der Voll- und der Teilprothese zu unterscheiden. Letztere wird so angepasst, dass bestehende Zähne erhalten bleiben können. Sollten diese später beschädigt werden, lässt sich die Teilprothese vergleichsweise unkompliziert erweitern. Zwei weitere Vorteile der herausnehmbaren Lösungen sind der geringe Preis und die einfache Reinigung, die auch älteren Patienten sicher gelingt.

Ein kombinierter Ersatz ist dann sinnvoll, wenn festsitzende Elemente vorhanden sind und zusätzlich viele Zähne ersetzt werden müssen. Der Vorteil ist, dass die verwendete Teilprothese einen festen Halt bekommt.


Welche Variante der Zahnbehandlung tatsächlich am besten geeignet ist, entscheidet der Zahnarzt im Einzelfall. Als Grundlage für seine Entscheidung nimmt er eingehende Untersuchungen des Mundraums vor, die durch bildgebende Verfahren (Röntgen, CT) ergänzt werden.

Ist der Eingriff riskant?

Wie jedes medizinische Verfahren dürfen Zahnersatzbehandlungen nur von ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Und wie jedes medizinische Verfahren können auch bei zahnmedizinischen Eingriffen Risiken nie vollständig ausgeschlossen werden. Für spezialisierte Zahnärzte handelt es sich jedoch um ein alltägliches Geschäft. In sehr seltenen Fällen ist eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose notwendig, die von einem entsprechend ausgebildeten Mediziner durchgeführt werden sollte. Häufig ist ein Dämmerschlaf oder eine örtliche Betäubung jedoch völlig ausreichend. Beide Methoden sind schonend und bergen nur minimale Risiken.

Wichtig ist, sich einem Zahnarzt anzuvertrauen, der auf ein fundiertes Wissen, viel Erfahrung und moderne Technik zurückgreifen kann. In jedem Fall geht der Behandlung ein eingehendes Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt voraus. Darin klärt der Mediziner über die individuellen Gefahren und Risiken des Eingriffs auf. Wichtig sind zudem eine gründliche Nachbehandlung und eine aufschlussreiche Untersuchung, beispielsweise mit Röntgen-Verfahren.

Ist der Eingriff schmerzhaft?

Ob eine Zahnersatzbehandlung schmerzhaft ist oder nicht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Am angenehmsten ist zweifelsohne die Anpassung einer Prothese, die nur auf den jeweiligen Kiefer eingestellt werden muss. Die übrigen Arbeiten finden außerhalb des Mundraums statt und erzeugen entsprechend gar keine Schmerzen. Selten kann es in den ersten Tagen des Tragens zu einem unangenehmen Druckgefühl kommen. Sollte dieses anhalten oder sogar zu dauerhaften Schmerzen führen, ist ein Gespräch mit dem Zahnarzt zu suchen.

Ein Eingriff von mittlerer Dauer ist das Einsetzen von Kronen und Brücken. Dazu müssen die Zahnstümpfe angeschliffen werden, im Anschluss folgt die Befestigung. Operationen am Kieferknochen sind dafür jedoch nicht erforderlich. Patienten, die eine grundsätzliche Angst vor dem Zahnarzt verspüren, sollten den behandelnden Mediziner darauf hinweisen. Für sie ist vor allem die Dauer des Eingriffs ein Problem. Eine Lösung könnte zum Beispiel eine Zahnbehandlung mit Lachgas sein.

Ein zahnchirurgischer Eingriff wird erst bei Zahnimplantaten notwendig. Dafür müssen die künstlichen Wurzen operativ im Kiefer befestigt werden. Während bei Kronen und Brücken eine örtliche Betäubung zur Anwendung kommt, werden Patienten für Implantate in der Regel in einen Dämmerschlaf versetzt. Dieser ist jedoch nicht mit einer Zahnbehandlung unter Narkose zu verwechseln, weil die Betäubung schonender ist.

Nach operativen Eingriffen müssen die Patienten mit Wundschmerzen rechnen. Schmerzmittel und eine ausreichend Kühlung sorgen jedoch schnell für Linderung. In der Regel schon wenige Tage nach dem Eingriff sind die Patienten beschwerdefrei.

Steigerung der Lebensqualität durch „neue“ Zähne

Wenn das Lachen im Halse stecken bleibt, ist oft ein Zahnproblem der Grund. Fehlstellungen und Lücken im Gebiss sind für das Gegenüber meist sofort erkennbar und Auslöser für ein psychisches Leiden des Betroffenen. Das eigene Lächeln wird als unschön empfunden und nicht gezeigt – ein Zustand, der dringend geändert werden sollte. Zahnersatzmaßnahmen haben daher grundsätzlich das Ziel, die ursprüngliche Ästhetik des Gebisses wiederherzustellen.

Ein weiteres Ärgernis für Patienten mit einem Zahnleiden ist, dass bestimmte Nahrungsmittel nicht verzehrt werden können. Harte, zähe und weiche Speisen stellen je nach Art der Schädigung besondere Probleme dar. In der Folge sind die Betroffenen unzufrieden und in ihrem täglichen Leben beeinträchtigt. Auch in diesem Fall schaffen festsitzende oder herausnehmbare Lösungen Abhilfe.

Neben den psychologischen Komponenten leiden Patienten zudem unter verschiedenen physischen Folgen verlorener Zähne. Ein häufiges Symptom sind Schmerzen beim Kauen, nicht selten kommt es zu asymmetrischen Belastungen der Kiefergelenke. Ein Ersatz für verlorene oder abgebrochene Zähne ist deshalb auch aus medizinischer Sicht dringen zu empfehlen.

Insgesamt fühlen sich Patienten nach einer erfolgreichen Zahnbehandlung deutlich wohler und berichten von einer spürbar gestiegenen Lebensqualität durch ihren Zahnersatz. Damit dieses Ziel erreicht wird, müssen die Maßnahmen fachgerecht und dem Patienten individuell angepasst durchgeführt werden. Es gilt der Grundsatz, dass ein guter Ersatz dem Gesundheitszustand des Patienten perfekt entsprechen soll.

Steigerung der Lebensqualität durch „neue“ Zähne

Zahnbehandlung im Ausland

Dass in Deutschland für eine Zahnbehandlung Kosten anfallen, die zum Teil sehr hoch sind, ist bekannt. Weniger bekannt doch zunehmend häufig ist es, die Eingriffe im Ausland durchführen zu lassen. Die Zahnbehandlung in Ungarn und die Zahnbehandlung in Polen sind dabei die beliebtesten Varianten deutscher Patienten, die Geld sparen möchten.

Die Patienten profitieren dabei von einheitlichen Regelungen innerhalb der EU, nach denen deutsche Krankenkassen Eingriffe in Nachbarländern wie Polen und Ungarn bezuschussen, sofern sie befundbezogen und genehmigt sind. Hierin versteckt sich der eigentliche Vorteil der Zahnbehandlung im Ausland: Vom Versicherer wird in der Regel nur ein anteiliger Beitrag für Zahnersatzmaßnahmen übernommen, der im Leistungskatalog festgeschrieben ist. Das heißt, Patienten haben einen Eigenanteil zu leisten. Durch die geringeren Kosten im Ausland ergeben sich hohe Sparpotentiale. Im Vergleich zu einer Behandlung in Deutschland kann diese je nach Praxis und Land bis zu 70 Prozent betragen.

In Bezug auf die medizinische Versorgung ist die Behandlung im In- und Ausland mittlerweile gleichwertig. Erfolgreiche Praxen in Ungarn und Polen verfügen über eine ähnliche Ausstattung wie ihre deutschen Kollegen. Wer einen zahnmedizinischen Eingriff plant, sollte daher vor der Entscheidung für eine Behandlung die entsprechenden Preise vergleichen. Besonders vorteilhaft: Mittlerweise haben sich einige Praxen im Ausland auf deutsche Patienten spezialisiert. Das heißt, die Ärzte und die Angestellten sprechen deutsch.